Leipziger Weiterbildungsverbund
Der Leipziger Weiterbildungsverbund – ein Projekt des Leipziger Gesundheitsnetzes
Ein weiterer Vorteil der Netze ist ihre Attraktivität für junge Ärztinnen und Ärzte, die zunehmend Wert auf kooperative Arbeitsmodelle legen. Netze ziehen niederlassungswillige Nachwuchsmediziner an, die sich eine kooperative statt einer isolierten Arbeitsweise wünschen.
Den Ärzten des Leipziger Gesundheitsnetzes ist es ein großes Anliegen, den wachsenden Bedarf an Allgemeinmedizinern und Fachärzten der grundversorgenden Fachgebiete langfristig sicher zu stellen. Besonders gilt unsere Aufmerksamkeit der gezielten Förderung des ärztlichen Nachwuchses. Um die Grundlagen dafür zu schaffen, haben wir den Leipziger Weiterbildungsverbund ins Leben gerufen. Im Fokus steht hierbei die Koordinierung der fachärztlichen Ausbildung mit Hilfe von Rotationsplänen, um eine lückenlose und langfriste Weiterbildung sowie Personalplanung zu sichern. Die Schaffung einer kooperativen und vernetzen Weiterbildungsstruktur ist somit die Basis für eine aktive Austauschplattform aller Partner.
Erfahren Sie mehr unter: www.leipziger-weiterbildungsverbund.de
Videoportrait
Der Leipziger Weiterbildungsverbund wurde aus dem Leipziger Gesundheitsnetz herausgegründet, mit der Idee, nicht nur heute die Versorgung unserer Patienten sicherzustellen, sondern auch zukünftig und insbesondere Nachwuchs zu regenerieren und den auch in den Praxen sozusagen auszubilden, damit vielleicht die Kollegen, die die Ausbildung in den einzelnen Praxen gemacht haben, diese eventuell später auch mal übernehmen können. Der Leipziger Weiterbildungsverbund ist ein Kooperationsbündnis aus Ärzten in Weiterbildung, aus ambulanten Weiterbildungseinrichtungen, also sprich Haus- und Fachärzte, sowie den stationären Weiterbildungseinrichtungen, also die Kliniken. Die Ziele des Leipziger Weiterbildungsverbundes sind eine flächendeckende Sicherung der medizinischen Versorgung, eine strukturierte und lückenlose Weiterbildung zu ermöglichen, Bewerbungsprozesse zu entschlacken, Praxen, die zum Beispiel im ländlichen Bereich sind, durch den Verbund auch sichtbar zu machen und somit auch auf dem Land eine medizinische Versorgung zu gewährleisten.
Meine Vorteile als Mitglied im Weiterbildungsverbund sind, dass ich passgenau Assistenzärzte für eine Weiterbildungsstelle vermittelt bekomme und ich melden kann, wann ich eine Weiterbildungsstelle frei habe und dann dementsprechend die Vermittlung auch passgenau erfolgen kann. Bevor ich beim Weiterbildungsverbund war, habe ich mich immer über Initiativbewerbungen an die Krankenhäuser oder potenziellen Arbeitgeber generell gewandt, habe viel Internetrecherche betrieben oder habe immer wieder angefragt, ob der Bedarf an Assistenzärzten besteht und es war häufig frustrierend, weil da häufig ein Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage war und es dann meistens wenige Monate später doch zu einer Einstellung gekommen wäre und das wurde jetzt eben durch den Weiterbildungsverbund organisiert und somit entfiel das. Durch den Weiterbildungsverbund bin ich dann auch auf Stellen aufmerksam geworden, die ich so gar nicht auf dem Schirm gehabt hätte, sowohl fachlich als auch im ländlichen Bereich.
Wenn ich Nachfragen habe, zum Beispiel in letzter Zeit, was muss ich beachten, wenn eine Assistenzärztin schwanger wird, zu welchem Zeitpunkt sind Beschäftigungsverbote auszusprechen, wie würde die weitere Finanzierung ablaufen, da ist der Weiterbildungsverbund für mich Ansprechpartner und konnte mir auch kurzfristig Hilfestellung geben. Es ist für mich sehr wichtig, dass ich auch alle anderen Fragen in der Weiterbildung, zum Beispiel Weiterbildungsordnungsänderungen, dort zur Frage stellen kann und es wird mir sehr schnell immer geholfen und kompetent beantwortet. Also Zusammenarbeit mit der Koordinatorin, Frau Ambar, ganz unkompliziert.
Es ging einfach per E-Mail, habe ich meine Unterlagen hingeschickt, sie hat mich ganz schnell kontaktiert und innerhalb weniger Tage hatte ich im Prinzip mein Bewerbungsgespräch. Das Schöne an meiner Arbeit ist der Kontakt zu den Menschen und vor allen Dingen, wenn man dann auch manchmal ganz schwierige Fälle vermittelt bekommt, zum einen wir brauchen in Wurzen drei Monate jemanden oder ich komme aus Serbien, weiß überhaupt nicht, wo ich mich hinwenden muss, aber natürlich auch die persönlichen Fragen. Ich bin Mama von drei Kindern, möchte meine Weiterbildung weitermachen, weiß aber gar nicht, wie ich alles hinbekommen soll.
Das sind dann ganz tolle Momente, wenn man merkt, dass man diese Leute auch schön vermitteln konnte und somit die Weiterbildung für alle Beteiligten angenehm fortgeführt werden kann. Meine persönliche Erfahrung ist, wenn wir die Kollegen, die uns sozusagen unseren Nachwuchs selber ausbilden, dann kennen wir deren Stärken und Schwächen, können gezielt auf sie einwirken und können sie auch davon überzeugen, entweder in der Stadt zu bleiben oder vielleicht auch zukünftig eine Praxis auf dem Land zu übernehmen. Und die Erfahrungen, die man während der Ausbildungszeit sammelt, insbesondere in der Facharztweiterbildung, sind ja die Erfahrungen und die Grundlagen, die man dann mit in die eigene Niederlassung nimmt.
Die Herausforderungen für die Zukunft sind darin, die Assistenzärzte sowie Kooperationspartner in die neue Weiterbildungsordnung zu begleiten, aber natürlich auch die Besetzung der ländlichen Stellen weiterhin voranzutreiben und noch weitere Beratungsangebote auszubauen.
